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Die FfE unterstützt verschiedene Forschungsprojekte:

Beeinflussung kardialer Implantate durch niederfrequente elektrische und magnetische Felder

Elektromagnetische Felder können kardiale Implantate (Herzschrittmacher, Defibrillatoren) in ihrer Funktion beeinträchtigen. Viele Implantatträger fühlen sich daher einer latenten Gefahr ausgesetzt, da es keine genaueren Angaben gibt, welche Felder für Implantatträger tatsächlich ein Risiko darstellen. Bei Arbeitnehmern, die beruflich starken elektrischen oder magnetischen Feldern ausgesetzt sind, kann eine Implantation Einschränkungen in der gewohnten Arbeitsumgebung bzw. einen Wechsel des Arbeitsplatzes erfordern.

Das Forschungszentrum für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit (femu) untersucht das Störverhalten implantierter Systeme durch äußere elektromagnetische Felder. In enger Kooperation mit der Kardiologie wurde ein Test entwickelt, mit dem die individuellen Störschwellen für Implantatträger ermittelt werden können. In den bereits seit drei Jahren laufenden Untersuchungen zeigen sich die Implantate oft störfester als vermutet. Die Implantatträger werden im Rahmen der 1-2 stündigen Untersuchungen kurzzeitigen (ca. 1,5 s) elektromagnetischen Feldern ausgesetzt, dabei wird die Implantatfunktion kontinuierlich überwacht. Hieraus lässt sich die Störfestigkeit des Implantats ermitteln.

Die aus dieser Studie gewonnenen Rückschlüsse fließen in die internationale Normungsarbeit zur Sicherheit von Personen in elektrischen und magnetischen Feldern sowie in nationale Regelwerke zur Arbeitssicherheit ein.

Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Dominik Stunder, Forschungszentrum für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit am Universitätsklinikum der RWTH Aachen